Trainingslager Antalya – Trotz allem!

Die Hürden waren bedingt durch die Corona-Pandemie gross. Drei Wochen vor dem geplanten Frühlings-Trainingslager auf Gran Canaria haben uns die verschärften Reise- und Quarantäne-Bedingungen zur Umplanung gezwungen.

Mit grossem Aufwand  gelang es uns kurzfristig ein Trainingslager in der Region Antalya in der Türkei zu organisieren. Neben ungewohnten Sprach- und Logistik-Problemen mussten auch neue Trainings-Routen erarbeitet werden. Nico Selenati, unser diesjähriger Trainer, nutzte seine Fahrer-Kontakte und konnte im Raum Side erste Informationen über mögliche Trainings-Strecken abklären. Zusätzlich versuchten wir Mittels Google EarthView die vermutliche Strassenbeschaffenheit zu klären, wollten wir doch kein Mountainbike- sondern tatsächlich ein Strassen-Training ermöglichen.

 

Schiesslich starteten wir am 6. Februar, selbstverständlich alle nach bestandenem PCR-Test, mit 7 mutigen Fahrer und Fahrerinnen in das Abenteuer.

Trotz vorgängiger Recherche entwickelte sich der erste Trainingstag zur türkischen „Strade Bianchi“ oder zum „Rennrad-Trekking mit Nico“. Immer wieder Kies-Strassen, immer wieder umkehren aufgrund der prekären Strassenzustände… Zwei Steuerlager unserer Rennvelos „zerlegten“ sich nach der erste Ausfahrt. Mit viel Glück konnten sie in einer lokalen Werkstatt instand gestellt werden. Mit diesen ersten Erfahrungen passten wir die weiteren Routen an, sodass wir in den nächsten Tagen bei immer frühlingshaften 20° erfolgreich trainieren konnten.

 

Es war eine ganz besondere Erfahrung. Wir logierten in einem Luxus-Hotel an der Küste. Preschten mit unseren Hightech-Velos durch ärmste Dörfer in den Bergen, wo  die Frauen draussen Fladenbrot backten oder ihre drei Geissen durch den Tag begleiteten. In jedem grösserem Dorf ein Minarett und fast sicher in jedem Dorf Lautsprecher die  fünf Mal am Tag den Gesang des Muezzins verbreiteten.

Wir alle waren sehr beindruckt.

 

Schlussendlich zählten wir rund 20 platte Reifen, der Tageshöchstwert lag bei 6!

Doch der Teamgeist war hervorragend! Nie ein Gejammer, jeder half jedem bei der Reparatur. 

Wir waren uns alle bewusst, dass es unter den weltweiten Corona-Bedingungen ein absolutes Privileg war an einem Trainingslager teilnehmen zu können.

 

Dieses Trainingslager wird allen in ganz besonderer Erinnerung bleiben!

Zurück in Kloten wollten sich zwei Fahrer bereits für das nächste Frühlings-Trainingslager anmelden…

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